Chamber Orchestra of Berlin

Kammerorchester Berlin

Artistic Director: Kolja Blacher

Biographie

Das Kammerorchester Berlin gehört zu den traditionsreichsten Kammerorchestern in Deutschland. Künstlerischer Leiter ist der Geiger und Dirigent Kolja Blacher - Solist und Leiter zahlreicher erstrangiger Sinfonieorchester und unter Claudio Abbado 1. Konzertmeister der Berliner Philharmoniker (1993 - 1999) und des Lucerne Festival Orchestra (2003 - 2008) - eine der namhaftesten Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit. 

Der Musikerstamm des Kammerorchester Berlin wird gebildet von Protagonisten der grossen Berliner Orchester, die ein Ensemble von besonderer Klasse bilden. Das Ensemble spielt projektbezogen regelmässig in der Berliner Philharmonie und im Konzerthaus Berlin.

Gegründet im Jahre 1945 durch den damaligen Chefdirigenten des Rundfunkchores Berlin, Helmut Koch, errang das Orchester bei Konzerttourneen durch Europa, nach Asien und in die USA schnell Erfolge und wurde zu einem Begriff in der internationalen Musikwelt.

In dieser Zeit wurde das Ensemble mit dem Grand Prix du Disque und dem Japanischen Schallplattenpreis für die Einspielungen von Vivaldi’s „Juditha Triumphans“,  für Claudio Monteverdi’s 'L'Orfeo' und für Mozarts’s 'Betulia Liberata’ ausgezeichnet. In den Jahren 1970 bis 1995 war das Orchester eng mit dem Sänger und Dirigenten Peter Schreier verbunden, mit dem es zahlreiche Tourneen und CD- und Fernsehproduktionen durchführte. Unter anderem wurden sämtliche weltliche Kantaten von Johann Sebastian Bach für die Schallplatte und das Fernsehen produziert. Darüber hinaus arbeitete das Kammerorchester Berlin in dieser Zeit mit Dirigenten wie Kurt Masur,  Vittorio Negri und Ludwig Güttler.

In den Jahren von 1995 bis 2012 wurde das Kammerorchester Berlin vorrangig vom Dirigenten Michael Sanderling und der Geigerin Katrin Scholz geleitet. Es entstanden diverse CD Einspielungen.  Zudem spielte das Ensemble unter anderem beim Istanbul Festival, beim Rheingau Musikfestival, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, beim Canarias Musikfestival sowie in Japan, in die USA, in Südamerika und in ganz Europa.

Kolja Blacher studierte an der Juilliard School, New York bei Dorothy DeLay und später bei Sándor Végh in Salzburg. Weltweit konzertiert er u.a. mit den Berliner Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern, dem NDR Sinfonieorchester, Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, Gewandhausorchester Leipzig, Orchestra di Santa Cecilia und dem Baltimore Symphony Orchestra. Er arbeitete dabei mit Claudio Abbado, Kirill Petrenko, Vladimir Jurowski, Mariss Jansons, Matthias Pintscher, Markus Stenz, Joseph Swensen, Simone Young, Dimitri Kitajenko, Dennis Russel-Davies und Asher Fish, um nur eine Auswahl zu nennen.

Sein programmatisches Spektrum umfasst sowohl Werke für Violine solo von Bach bis Berio, als auch die großen Violinkonzerte des romantischen und klassischen Repertoires, bis hin zu zeitgenössischen Stücken für Violine und Orchester (z.B. von Magnus Lindberg, Kurt Weill, Hans Werner Henze, Bernd Alois Zimmermann). Offen für Neues, spielte er mit dem Münchener Kammerorchester die deutsche Erstaufführung von Brett Dean’s „Electric Preludes“ für sechs-saitige elektrische Geige. 

Als ein neuer Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit haben sich in den letzten fünf Jahren die sogenannten „Play-Lead“ Konzerte intensiv entwickelt, z.B. mit dem Melbourne Symphony Orchestra, dem Orchestra Sinfonica di Milano, dem Taiwan Philharmonic Orchestra, dem Stuttgarter Kammerorchester, den Festival Strings Lucerne, dem Jerusalem Symphony Orchestra, der Camerata Bern, den Dresdner Philharmonikern und dem Orchester der Komischen Oper Berlin. Es ist eine Aufführungspraxis, die immer stärker nachgefragt wird, von St. Antonio über Kuala Lumpur bis Paris. 

Kolja Blacher hat eine Fülle an prämierten CD-Aufnahmen (u.a. ausgezeichnet mit Diapason d’Or) vorgelegt, u.a. mit Claudio Abbado, mit dem ihn eine lange künstlerische Beziehung aus der Zeit bei den Berliner Philharmonikern und dem Lucerne Festival Orchestra verband. Im Herbst 2013 erschien die CD mit Schönbergs Violinkonzert, zusammen mit dem Gürzenich-Orchester unter Markus Stenz, die gleich die Führung der Bestenliste 3-2015 des Deutschen Schallplattenpreises in der Rubrik „Orchestermusik“ übernahm. 

Auf die Professur in Hamburg folgte vor einigen Jahren der Ruf nach Berlin an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Als Sohn des deutsch-baltischen Komponisten Boris Blacher in Berlin aufgewachsen, lebt Kolja Blacher auch heute noch mit der Familie in seiner Heimatstadt, in der er auch sechs Jahre als Konzertmeister der Berliner Philharmoniker tätig war, bis er sich endgültig für die solistische Laufbahn entschied. 

Kolja Blacher spielt Guarneri del Gesu Violine von 1730, die ihm von Frau Kimiko Powers zur Verfügung gestellt wird.

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Version November 2020

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Kolja Blacher

 

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